Er war ein politisch Verfolgter des NS-Staates. Als SPD-Mitglied (1918-1933 und ab 1945) zeigte er während der Jahre 1933-1945 stets eine klare demokratische Haltung – und verlor deshalb mehrfach seine Arbeit, sein Haus wurde durchsucht und er schließlich wiederholt inhaftiert. Nachdem das Wohnhaus in Rothenburgsort bei einem Bombenangriff 1943 unbewohnbar wurde, zog er mit seiner Familie in eine Kleingartensiedlung (heute Moorschreber) in Farmsen. Er war zu dem Zeitpunkt schon schwer gezeichnet von den Umständen seiner Haft. Dennoch war er ungebrochen und sorgte schon kurz nach Kriegsende für eine Wiederbelebung der SPD in Hamburg und in unserem Stadtteil.
Er wurde erster SPD-Distriktsvorsitzender in Farmsen und gleichzeitig Kreis- und Landesdelegierter für die SPD. Um ihn zu ehren, haben wir gestern seinen Stolperstein eingeweiht, dieser befindet sich an der Ecke Tegelweg/Luisenhof. Viele Mitglieder aus dem Distrikt Farmsen waren zur Feierstunde erschienen, zur Einweihung waren auch seine Enkelin und seine Ururenkelin vor Ort. Seine Enkelin hielt eine bewegende Rede ebenso wie Wolfgang Kopitzsch und Holger Martens, beide Historiker und im Vorstand des Arbeitskreises ehemalig verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten. Die Feierstunde wurde abgerundet mit einer Ansprache des jetzigen SPD-Distriktsvorsitzenden Tom Hinzmann.