Der denkmalgeschützten Wasserturm auf dem Gelände des ehemaligen Versorgungsheims Farmsen soll dauerhaft gesichert und die künftige Nutzung des Gebäudes konkret geplant werden. Hintergrund ist, dass Farmsen weiter wächst, neue Wohnungen entstehen und der Stadtteil zusätzliche Orte für Begegnung, Veranstaltungen und Freizeitangebote braucht.
Zugleich ist der Ort historisch stark belastet. Auf dem Gelände des ehemaligen Versorgungsheims wurde in der NS-Zeit und teils auch darüber hinaus schweres Unrecht begangen; Menschen wurden zur Zwangsarbeit herangezogen, zwangssterilisiert, deportiert und ermordet. Der Wasserturm soll deshalb nicht nur baulich erhalten werden, sondern auch als Erinnerungsort und als möglicher Stadtteiltreff eine sinnvolle Zukunft erhalten.
Es gab bereits zahlreiche Gespräche zwischen den beteiligten Akteuren, und auch die Bezirksversammlung hat sich mehrfach mit dem Thema befasst. Nun soll erreicht werden, dass der bauliche Bestand des Gebäudes gesichert wird und gleichzeitig ein tragfähiges Konzept samt Finanzierung für die künftige Nutzung entwickelt wird.
„Der Wasserturm in Farmsen ist für viele Menschen im Stadtteil weit mehr als ein altes Gebäude: Er steht für Geschichte, Verantwortung und die Chance, mitten in Farmsen einen Ort der Begegnung zu schaffen. Mir ist wichtig, dass wir diesen denkmalgeschützten Ort sichern, seine historische Bedeutung sichtbar machen und zugleich eine Perspektive entwickeln, die dem wachsenden Stadtteil langfristig zugutekommt“, so Tom Hinzmann.