Ukrainisch soll in Hamburg künftig als Abiturprüfungsfach wählbar sein. Dafür kommt am Mittwoch ein Antrag in die Hamburgische Bürgerschaft. Darin wird die Schulbehörde beauftragt, einen Rahmenplan zu erarbeiten, die Anerkennung auf Bundesebene voran zu treiben und sicher zu stellen, dass genügend qualifizierte Lehrkräfte zur Verfügung stehen.
Bislang können Schülerinnen und Schüler Ukrainisch in der Oberstufe zwar belegen, aber noch nicht als Prüfungsfach im Abitur wählen. Das möchte ich ändern.
Dazu Tom Hinzmann Mitglied des Schulausschusses:
„Mehrsprachigkeit ist eine Stärke und längst Alltag an Hamburgs Schulen. Viele ukrainische und ukrainischstämmige Schülerinnen und Schüler sprechen Ukrainisch auf hohem Niveau und vertiefen ihre Sprachkenntnisse schon heute im Unterricht. Deshalb ist es nur konsequent, ihnen künftig auch zu ermöglichen, Ukrainisch als Prüfungsfach im Abitur zu wählen. Zahlreiche andere Herkunftssprachen können in Hamburg bereits als Abiturprüfungsfach gewählt werden, Ukrainisch soll hier künftig gleichziehen.
Dafür brauchen wir einen verlässlichen Rahmenplan, ausreichend qualifizierte Lehrkräfte und die notwendigen Absprachen auf Bundesebene. So erweitern wir die Wahlmöglichkeiten im Abitur und erkennen zugleich die sprachlichen Kompetenzen an, die viele junge Menschen mitbringen.“
Hintergrund
- Im Schuljahr 2024/25 besuchten 5.550 ukrainischsprachige Kinder und Jugendliche Hamburger Schulen.
- Aktuell bieten neun Schulen insgesamt 19 Ukrainisch-Kurse an, die von neun Lehrkräften unterrichtet werden.
- In der Sekundarstufe II kann Ukrainisch bereits als zusätzliches Fach, weitere Sprache oder Kernfach gewählt werden.
- Für die Zulassung als Abiturprüfungsfach muss Hamburg einen Rahmenplan erarbeiten, ausreichend qualifizierte Lehrkräfte bereitstellen und sich in der Kultusministerkonferenz für eine entsprechende Abstimmung einsetzen.